Rezensionen Helga König

Rezensionen: Helga König

Rezension: Keine Chance für Krafträuber- Wie Sie Ihre Lebensenergie schützen und aufladen-#Thomas_Schäfer

Autor dieses Buches ist der Politologe und Soziologe Thomas Schäfer. Er ist Heilpraktiker mit den Schwerpunkten Psychotherapie und Familienaufstellungen. In seiner therapeutischen Arbeit integriert er neben systemischen Ansätzen auch Hypno- und Traumatherapie. Schäfer hat mehrere erfolgreiche Bücher verfasst, die in diverse Sprachen übersetzt wurden. In Stockach am Bodensee betreibt der Psychotherapeut übrigens seine eigene Praxis. 

Wie wichtig es ist, dass wir tagtäglich unsere Lebensenergie schützen und aufladen, macht dieses Buch deutlich. Das Thema des Ratgebers ist Energieraub und seine Folgen. Zunächst lernt man die vier Schritte, die gegen "Energieklau" wirken, kennen, bevor man sich mit Energiediebstahl in der Partnerschaft befassen kann. Hier macht Schäfer klar, dass es ebenso negative Folgen haben kann, einen Menschen mit Energie zu überhäufen, wie ihm Energie zu entziehen. 

Geld, so der Autor, sei auch nichts anderes als Energie. Ein Zuviel ohne Gegenleistung lasse Abhängigkeiten entstehen, die eine Beziehung auf gleicher Augenhöhe unmöglich machten. Energieraub durch sexuelle und andere Verweigerungsspielchen in Beziehungen sind in punkto Energieraub in der Partnerschaft auch  fatal und werden deshalb ebenso zur Sprache gebracht, wie das Verhalten von "Besserwissern", "Brüllaffen" und "Tränendrüsen-Vampiren". Bei diesen Begrifflichkeiten ahnt man bereits, worum es geht. 

Immer wieder veranschaulicht der Autor anhand von Beispielen, was einzelne energieraubende Verhaltensmuster zur Folge haben. So erfährt man, warum Schweigen eine besondere Form der Kommunikation ist, bei der Energie abgesaugt wird, je mehr die innere Verzweiflung bei demjenigen wächst, mit dem nicht geredet wird. Dabei muss man wissen, dass indirekte Kommunikation eine von Energievampiren häufig benutzte Technik ist, um Macht auszuüben. 

Wer unklar formuliert, obschon er sich eigentlich gut artikulieren kann, tut dies nicht selten, um dem Gesprächspartner Energie zu entziehen.  Dabei  geht es Energieräubern letztlich stets um Dominanz, die durch unlautere Mittel zu erreichen versucht wird. So wird unterstellt, gelogen oder es erfolgt Gehirnwäsche oder aber das Gegenüber wird mittels Demütigung "eingekocht". 

Nicht alle Energievampire  sind Psychopathen, aber nicht wenige der geschildert Charaktere besitzen ein solches Profil. Nicht grundlos schreibt der Autor "Auf mündliche Vereinbarungen sollte man sich in Rechtsstreitigkeiten mit Energievampiren nie verlassen. Alles muss schriftlich festgehalten werden. Den Begriff "gegenseitige Rücksichtnahme" kennen diese Menschen nicht. (81) 

Wie Kinder und Eltern sich gegenseitig Energie rauben  wird beleuchtet und hier auch wie Eltern ihre erwachsenen Kinder versuchen zu dominieren, sei es, indem sie sich in deren Berufswahl einmischen oder ihre Kinder finanziell schädigen oder anderweitig deren Leben ruinieren. 

Auch Großeltern und Geschwister können als Energieräuber wirken. Im Grunde handelt es sich stets um bestimmte Muster bei Personen, die andere dominieren wollen. Das diese Muster ziemlich fies sein können, wird beim Kraftraub am Arbeitsplatz deutlich. Im Bereich der Arbeitswelt wird u.a. der "Entmutigungsvampir" abgehandelt, dem man keinen Raum schenken sollte, denn er hindert daran, zuversichtlich seinen Weg zu gehen. 

Schäfer hebt hervor, dass Entmutiger uns in die Angst zu drängen versuchen und uns auf diese Weise Kraft rauben. 

Über die Energieraubstrategien von Dauerrednern und Unterbrechern erfährt man ebenfalls Wissenswertes, auch über Provokateure bis hin zu schlimmen Mobbern. Sie alle nutzen letztlich Methoden, um das Gegenüber kirre zu machen. 

Thomas Schäfer benennt noch viele andere Energiediebe, erläutert an Beispielen deren Verhalten und zeigt auch wie man sich selbst die Kraft rauben kann. Das geschieht beispielsweise, indem man sich selbstbemitleidet oder einen Elternteil auf problematische Weise kopiert. Süchte aller Art und Ängste werden zudem als schlimme Energiestaubsauger festgemacht und es werden Möglichkeiten erörtert, wo man Energie schöpfen kann.  

Wer ein erfülltes, sinnstiftendes Leben führen möchte, benötigt Energie und sollte keinen Raubbau damit treiben oder diesen zulassen.

Wozu das Buch verhilft? In erster Linie sensibler auf Energieraub zu reagieren und ihn nicht zuzulassen. Es geht nicht um Machtproben, denn diese rauben gleichfalls Energie, wohl aber darum, klare Grenzen zu ziehen und hier um die Umsetzung des Gedankens “Ich stehe nicht zur Verfügung“, wenn jemand in böser Absicht anzudocken versucht.

Sehr empfehlenswert 

Helga König

Überall im Fachhandel erhältlich

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Rezension: Die Austreibung des Anderen- Gesellschaft, Wahrnehmung und Kommunikation heute- Byung-Chul Han- S. Fischer Wissenschaft

Der Autor dieses wirklich lesenswerten Buches ist der Philosoph Byung-Chul Han. Er lehrt Kulturwissenschaften an der Universität der Künste in Berlin. Im S. Fischer Verlag sind zuletzt erschienen: "Die Errettung des Schönen" (2015) sowie "Psychopolitik Neoliberalismus und die neuen Machttechniken." (2014) 

Byung- Chul Hans neuer Essay ist in 12 Kapitel untergliedert und beginnt mit Reflektionen zum Terror des Gleichen. Hier macht der Autor zunächst deutlich, dass die Zeit, in der es den Anderen gab, vorbei sei. Das Krebsgeschwür des Gleichen bewirke die pathologischen Veränderungen, die den Sozialkörper befallen. Krank werde dieser nicht durch Entzug und Verbot, stattdessen durch Überkommunikation und Überkonsumtion. 

Es sei keineswegs die Verdrängung und Negation, sondern vielmehr Permissivität und Affirmation, die krank, konkret depressiv mache. Die Austreibung des Anderen habe Selbstzerstörung zur Folge. Der Autor weist auf die Dialektik der Gewalt hin und hält den Merksatz fest: 

"Ein System, das die Negativität des Anderen ablehnt, entwickelt autodestruktive Züge."

Dabei muss man wissen, dass der Terror des Gleichen mittlerweile alle Lebensbereiche erfasst. Dadurch ist es unmöglich, Erfahrungen zu sammeln und zu Erkenntnissen zu gelangen. Stattdessen häuft man bloß Infos und Daten an, erlangt jedoch kein  Wissen. Durch die digitale Totalvernetzung und Totalkommunikation werde die Begegnung mit dem anderen keineswegs erleichtert. 

Gewollt stattdessen sei, dass man am Fremden das Gleiche fände und sich damit der Erfahrungshorizont immer mehr einschränke. Durch die digitale Abstandlosigkeit würden alle Spielformen von Nähe und Ferne aufgehoben. Dadurch sei alles gleich nah und gleich fern. Dem kann man nur zustimmen. 

Wie der Autor im Folgeabschnitt "Gewalt des Globalen und Terrorismus" bekundet, wohne der Globalisierung eine Gewalt inne, die alles austauschbar und vergleichbar mache. Genau dadurch werde alles gleich gemacht. Totales Vergleichen führe zur totalen Sinnentleerung. 

Byung-Chul Han macht begreifbar,  dass es letztlich der Terror des Globalen selbst sei, der den Terrorismus hervorbringe. Genau so ist es. Dass der Neoliberalismus massive Ungerechtigkeit auf der globalen Ebene erzeugt, ist ebenfalls eine Tatsache. Die Masse sei verunsichert, reagiere mit Angst vor der eigenen Zukunft und in der Folge mit Fremdenfeindlichkeit. Nicht nur Fremdenhass, sondern auch Selbsthass seien Folgen dieser Verunsicherung. Ich stimme Han auch darin zu, dass soziale Unsicherheiten, gepaart mit Hoffnungs-und Perspektivlosigkeit den Boden nicht nur für Fremdenfeindlichkeit, sondern auch für terroristische Kräfte bilden und insofern der islamische Terrorist und der völkische Nationalist verschwistert sind. 

Die Gewalt des Globalen führt zu Toten und Flüchtlingen und zwar wie bei einem Weltkrieg. Dabei ist der Frieden, den der Handelsgeist erzwinge, räumlich begrenzt. Insofern handelt es sich um einen Scheinfrieden; Grund: Der Handelsgeist besitzt nur einen rechnenden Verstand, aber keine Vernunft. So mangelt es auch ihm auch an echter Freundlichkeit, einer Eigenschaft, die in den Augen des Autors Freiheit bedeutet und die einen Anderen notwendig macht. 

Byung-Chul Han unterstreicht, dass der Zivilisationsgrad einer Gesellschaft sich an ihrer Gastfreundschaft, die viel mit Freundlichkeit zu tun hat, misst. Versöhnung bedeute auch Freundlichkeit.

Seite für Seite vertieft sich Byung-Chul-Han in den komplexen Gedanken der Austreibung des Anderen, schreibt auch über den Terror der Authentizität, der das Ich dazu zwinge, sich selbst zu produzieren und als Ware anzubieten. 

Leider löst das Bemühen um Authentizität den permanenten Vergleich mit anderen aus und lässt schließlich das Anderssein in Gleichsein umschlagen. Der Imperativ der Authentizität bringe narzisstischen Zwang hervor und damit etwas Pathologisches.

Der Andere werde so lange umgebogen, bis sich das Ego darin wiedererkenne. Schlussendlich verschwimmt und verschwände der Andere gänzlich und es entstehe aufgrund des narzisstischen Selbstbezugs ein Gefühl der Leere. Das Gefühl der Leere sei typisch für Depression und Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ein stabiles Selbst, das das Gefühl der Leere verhindere, benötige den Anderen, just den, der im Neoliberalismus vernichtet wird. 

Es führt zu weit, auf alle Punkte des Buches einzugehen. Wichtig zu wissen, dass der Neoliberalismus Menschen vereinzelt. Dies führt zur Entsolidarisierung auch zur totalen Konkurrenz und bringt Angst hervor. 

Ein zentraler Satz im Buch ist: "Die perfide Logik des Neoliberalismus lautet: Angst erhöht Produktivität“ . 

Über Beschleunigung im Netz, auch über den Verlust von schützender Distanz und der Tatsache, dass Transparenz und Hyperkommunikation uns jede schützende Innerlichkeit nehme, liest man Aufschlussreiches und  auch über die Angst zur Folge. 

Entfremdung von sich selbst im hier und heute gehe einher mit Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung und somit Selbstausbeutung. 

Was wir dringend wieder brauchen,  ist den Anderen, der uns hilft,  uns selbst und die Welt zu erkennen, der Andere, der für unser Selbstwertgefühl von Bedeutung ist und auch dafür, dass wir wieder staunen können und uns der Entfremdung verwehren.

Wer  sich nur mit Jasagern und Likern umgibt, lernt nichts dazu.

Für Byung-Chul Han ist es ausgemacht, dass Kunst und Philosophie die Verpflichtung hätten, den Verrat am Fremden rückgängig zu machen und dem Anderen seine befremdende, staunenswürdige Andersheit zurückzugeben. 

Dieser Anspruch ist mehr als begrüßenswert. Zuhören, den Anderen anders sein lassen, setzt aber voraus, dass man sein Ego klein hält und die Möglichkeiten begreift, die uns dadurch zuteil werden. Vom Anderen zu lernen, ihn nicht zu vereinnahmen, bedeutet, eine gute Zeit zu haben und an einer Gemeinschaft zu arbeiten, die Vielfalt erlaubt.

Maximal empfehlenswert

Helga König

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Rezension: Trauma und Gedächtnis –Peter A. Levine- Kösel

Autor dieses Buches ist der Traumaforscher Dr. Peter A.  Levine. Wie der studierte Psychologe, Physiker und Biologe schreibt,  wurden Menschen zu allen Zeiten von Erinnerungen gepeinigt, die sie mit Angst und Grauen, mit Wut, Hass und Rachegelüsten erfüllten wie auch mit einem nagenden Gefühl von unwiederbringlichem Verlust.

Die gute Nachricht: Wir sind in der Lage, traumatische Erfahrungen zu überleben, uns Gegebenheiten anzupassen und diese schlussendlich zu transformieren. Traumatische Erinnerungen steigen zumeist als fragmentarische Splitter unvollständiger und unverdaulicher Empfindungen, Emotionen, Bilder, Gerüche, Geschmäcker und Gedanken etc auf. 

Besagte Versatzstücke werden keineswegs im Sinne eines wirklichen Narrativs erinnert, sondern stattdessen in Form von ungebetenen und zusammenhanglosen Störungen oder körperlichen Symptomen immer wieder neu durchlebt. Je mehr man versucht,  die Flashbacks loszuwerden, umso mehr quälen sie und reduzieren unsere Lebensenergie. Dies dann hindert uns,  im Hier und Jetzt zu leben. 

Traumatisiert zu sein, heißt in einen nicht enden wollenden Albtraum verurteilt worden zu sein. Dort beginnen die Qualen stets aufs Neue. 

Man erfährt in diesem Buch u.a. mehr über explizite und implizite Erinnerungen und hier auch über emotionale und prozedurale Erinnerungen. Dabei werden emotionale Erinnerungen zumeist durch Merkmale einer gegenwärtigen Situation ausgelöst, die sich durch Emotionen ähnlicher Art und Intensität auszeichnen. Die Gründe hierfür können Maßnahmen sein, die das Überleben sichern.

Prozedurale Erinnerungen sind Impulse und Bewegungen, auch Empfindungen im Körperinneren, die uns beim Wie unseres Handelns, unserer Fähigkeiten sowie bei Anziehung und Abstoßung leiten. 

Es führt zu weit, auf die Details des Buches einzugehen. Interessant ist generell, in Erfahrung zu bringen, wie sehr doch das Körpergedächtnis wirkt und wie es therapeutisch genutzt werden kann. Abrufen und löschen von Erinnerungen ist ebenso möglich wie neu verhandeln. Das herumspukende Gestern kann geheilt werden. 

Aussagekräftig ist der Satz von Henry War Beecher "Leid sucht uns nicht heim, um uns traurig zu machen, sondern gelassen; nicht um uns zu Jammergestalten zu machen, sondern zu weisen." 

Der Autor möchte mit seinem Buch zur Weisheit beitragen. Traumatische Erinnerungen können uns verwandeln, wenn wir die Transformation zulassen. Dann können wir gelassener und auch weiser werden. 

Helga König

Das Buch ist überall im Fachhandel erhältlich

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Rezension: Die Macht der Wirkung- Selbstinszenierung verstehen und damit umgehen. Monika Matschnig- dtv premium

Monika Matschnig gilt seit mehr als fünfzehn Jahren als die führende Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz. Sie ist international erfolgreich und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Die Autorin war Leistungssportlerin und ist Diplompsychologin, Beraterin, Coach und Referentin. In ihrer Funktion als Keynote-Speakerin veranstaltet sie rund 120 Vorträge und Seminare pro Jahr. Des Weiteren doziert sie an mehreren Universitäten und zählt nationale und internationale Unternehmen zu ihren Kunden. 

Das Buch "Die Macht der Wirkung- Selbstinszenierung verstehen und damit umgehen" hat sie in sechs Abschnitte untergliedert, denen sie eine mehrseitige Einleitung vorangestellt hat. Hier weist sie eingangs gleich darauf hin, dass Körpersprache und Wirkung ihre Themen sind und die zentralen Fragen stets lauten: "Wie wirken wir durch Gestik, Mimik und Körperhaltung auf andere? Wie können wir die Körpersprache unseres Gegenübers verstehen?"

Für Monika Matschnig steht fest, dass man mittels Selbstinszenierung Botschaften transportiert und es alles andere als negativ ist, diese Kompetenz zu beherrschen, weil wir sie benötigen, um mit anderen Menschen erfolgreich zu kommunizieren. Die Autorin betont, dass man in der Welt der Politik, Wirtschaft und Unterhaltung, wie auch des Sports eine hohe Wirkungskompetenz aufweisen muss und dass es, wie wissenschaftliche Studien belegen, entscheidend auf das, was wir sehen ankommt, wenn es um Wirkung geht.

Im Buch zeigt die Expertin mittels wahrer Meister der Selbstinszenierung, wie wir uns deren Wirkungskompetenz zunutze machen können. In vielen Erfolgsgeschichten spielt nämlich Selbstdarstellung, Fremdwahrnehmung, Authentizität und Charisma eine wichtige Rolle, so die Autorin und deshalb auch müsse uns klar werden, dass Wirkung Kommunikation und damit Teil einer sozialen Interaktion sei. 

Monika Matschnig warnt davor den Begriff "Selbstdarstellung" negativ zu besetzen, weil Selbstdarstellung ein unverzichtbarer und ganz normaler Teil des täglichen Lebens sei. Wir sollten uns bewusst machen, dass der Erfolg unseres Handels davon abhängt, dass andere Menschen uns in bestimmter Weise wahrnehmen und bewerten und sollten damit sozialkompetent umgehen. Jede Selbstdarstellung basiere auf einem bestimmten Selbstbild, das klugerweise reflektiert werden sollte. 

In der nonverbalen Kommunikation, die bei der Selbstdarstellung eine wesentliche Rolle spielt, geht es nicht nur um Mimik, Gestik und Haltung, sondern auch um Wirkungsfaktoren wie etwa Körpergröße, Kleidung und Styling. Die Autorin reflektiert den Begriff "Charisma" und setzt sich in diesem Zusammenhang mit Körpersprache, dem äußeren Erscheinungsbild, der Präzens, der Emotion und Empathie, der Kongruenz und der Wortgewandtheit auseinander, weil diese Eigenschaften für das Charisma eines Menschen von entscheidender Bedeutung sind. 

Für unsere Wirkungskompetenz sind neun Faktoren wichtig. Über diese Faktoren wird man in der Folge sehr gut informiert. Es handelt sich um: Körperhaltung, Gesten, Mimik, Blickverhalten, Körpergröße und Figur, Stimme und Styling, als auch das physische Umfeld und Statussymbole. 

Das Beherrschen der Wirkungsfaktoren, nennt die Autorin Wirkungskompetenz. Dabei bleiben Wirkungsmeister stets Lernende, weil sie sich der Zerbrechlichkeit der Macht, die sie über andere haben, bewusst sind. 

Anhand allseits bekannter Persönlichkeiten zeigt Monika Matschnig deren Wirkung in den Feldern Politik, Entertainment, Mode, im Business und im Sport auf. Bei den Personen handelt es sich um: Angela Merkel, Wladimir Putin, Ursula von der Leyen, Joachim Gauck, Hillary Clinton, David und Victoria Beckham, Heidi Klum, George Clooney, Anna Wintour, Mark Zuckerberg, Oliver Samwer, Uli Hoeneß, Richard Branson, Gloria von Thurn und Taxis, Usain Bolt, Jürgen Klopp und Joachim Löw, Dirk Nowitzki, Andrea Petkovic und Wladimir Klitschko. 

Nachdem  die Autorin bei diesen Personen  die Wirkung  subtil entschlüsselt  hat, zieht sie  immer ein Fazit und macht in stets drei Merksätzen deutlich, was man von der jeweiligen Person in Sachen Wirkung erlernen kann. 

Beispiel:
-Mit Training kommen auch Schüchterne souverän herüber
-Eloquenter auftreten"Äh" und andere Lückenfüller lassen sich abtrainieren
-Eintönige Körpersprache? Durch prägnante Gesten gewinnt man Profil

Wer Botschaften gleichgültig welcher Art übermitteln will, kommt nicht umhin an sich zu arbeiten, um das, was er übermitteln möchte, wirkungsvoll zu transportieren. Nicht jeder hat beispielsweise ein sicheres Auftreten mit in die Wiege gelegt bekommen. Nicht jeder weiß, wie er auf sich aufmerksam machen kann, sollte dies und vieles mehr aber wissen, speziell dann, wenn er mit seinen Botschaften viele erreichen möchte. 

Das Buch ist überaus lehrreich und insofern sehr empfehlenswert.

Helga König 

Überall im Fachhandel erhältlich. 
Onlinebestellung: http://www.machtderwirkung.de/

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Warum habe ich dieses Buch  geschrieben? Bitte klicken Sie auf den Link und erfahren  dort mehr.
https://vimeo.com/zehnseiten/review/160204266/46609a4b35

Rezension: Erschaffe Dein Leben neu! Warum positives Denken alleine nicht reicht. Reiner Noreisch- jkamphausen

Autor dieses äußerst erhellenden Buches ist der Diplom-Psychologe Reiner Noreisch. Er arbeitet seit 25 Jahren als Psychotherapeut sowie Seminarleiter und betreibt in Lübeck eine eigene Praxis. Mit Spiritualität befasst er sich bereits seit 40 Jahren und absolvierte Aus- und Fortbildungen nicht zuletzt in Hypnotherapie und in der Arbeit mit inneren Anteilen als auch in körperorientierten und energetischen Behandlungsverfahren. 

Reiner Noreisch stellt in diesem Buch die Methode der sogenannte "Schöpfer-Transformation" vor. Diese hat er entwickelt nachdem er 1994 bewusstseinserweiternde Erfahrungen gemacht hat, die zu seinem Erwachen führten im Hinblick auf eine umfassende Realität jenseits von Raum und Zeit.

Das Buch ist in drei Teile untergliedert, denen ein Vorwort und die Einleitung des Autors vorangestellt worden sind. Hier erfährt man, weshalb es sinnvoll ist, sich mit dem Inhalt des Werkes zu befassen.

Bevor man sich auf den Text einlässt, sollte man allerdings das Glossar lesen, denn hier werden Fachbegriffe erklärt, die gewiss nicht allen Transformationswilligen bekannt sind. Vom inneren Selbst, dem Unbewussten und von Trancezuständen wird der eine oder die andere bereits gehört haben, doch was sind "Schöpfer-Selbste", was der "Quantengeist" und was "Parallelrealitäten"? Mit dem neuen Vokabular dann kann man sich entspannt mit dem Inhalt des Buches befassen und erkennt allmählich, dass positives Denken alleine wirklich nicht reicht, um sich zu verändern.

Der Prozess der "Schöpfer-Transformation" erlaubt uns, unser Potenzial voll auszuschöpfen, Begrenzungen aufzulösen und zu erwachen, erfährt man gleich eingangs. Für Noreisch sind Störung und Krankheit primär spezifische Lernerfahrungen unserer Seele. Die Schöpfer-Transformation hilft uns dabei, diese Erfahrungen  zu vervollständigen und zu integrieren. 

Hierdurch und mittels einer energetischen Verbindung zu einer umfassenden Ebene unseres Seins ist es uns möglich, Transformation, Ausbalancierung und Bewusstseinserweiterung zu erleben. Auf diese Weise lösen sich bislang festsitzende Energien und Emotionen und fließen ihrem Kern zu. So wird beispielsweise das Gefühl, Opfer zu sein,  transformiert und zwar in die Erfahrung "das eigene Leben kreativ und erfüllt erschaffen und frei gestalten zu können." Das schafft man beispielsweise mit positivem Denken alleine nicht.

Im ersten Teil des Buches wird man mit dem Gehirn und seiner Funktionsweise vertraut gemacht. Dabei bleibt nicht unerwähnt, dass wir nur einen kleinen Teil unserer Hirnkapazität nutzen und es sich leider oft so verhält, dass wir weit mehr durch unsere Instinkte und Ängste getrieben sind als durch Denken und bewusste Entscheidungen. 

Unser Alltagsbewusstsein ist nur ein kleiner Ausschnitt aus unserem eigentlichen, weitaus größeren Bewusstsein, sprich unserem kreativen Potenzial. Wie der Autor festhält, leben wir in einem Trancezustand und nehmen von daher nur einen Bruchteil von dem wahr, was um uns herum geschieht. In diesem Zustand nämlich ist der Fokus der Aufmerksamkeit reduziert, wodurch sich das Bewusstsein auf einen sehr eingeschränkten Bereich konzentriert. Der Sinn der Trancezustände besteht darin, Erfahrungen zu sammeln. 

Unter Mustern versteht man in diesem Zusammenhang Themen innerhalb eines Trancezustandes. Sie bestehen aus bestimmten Denk- und Gefühlskomplexen und haben Einfluss auf unser bewusstes Denken und Verhalten. So werden Personen mit einem bestimmten Muster, z.B. mit einer Selbstwertproblematik mit diesem Thema stets aufs Neue konfrontiert, bis sie es  irgendwann auflösen. Wer der Problematik ausweicht, sie verdrängt oder auf andere projiziert wird an der Vervollständigung der Erfahrung und damit an der Auflösung des Musters gehindert. 

Mittels des Prozesses der Schöpfer-Transformation wird jedoch die Transformation alter Muster erleichtert bzw. beschleunigt. Es gibt offenbar unterschiedliche Trancezustände, die man mittels der Schöpfertrance transformieren kann. Genannt und näher erläutert werden  u.a. die Trennungstrance, die Opfertrance, die Minderwertigkeitstrance und die Anpassungstrance und ihre Gegenpole. 

Es werden 5 Phasen der Bewusstseinsentwicklung in der Folge thematisiert und an konkreten Beispielen festgemacht. Die Abwehrmechanismen, die verhindern sollen, alte Muster aufzulösen, werden auch genannt. Es handelt sich um Verdrängung, Projektion, aggressives Verhalten und passiver Rückzug. 

Wenn diese Abwehrmechanismen nicht mehr funktionieren, beginnen sogenannte "Nothelfer" zu agieren, um zu verhindern, dass alte Muster überwunden werden. Zu diesen "Nothelfern" zählen, legale und illegale Drogen, Ablenkung, Perfektionismus, Sport etc. 

Erläutert wird, weshalb es mitunter notwendig ist, Problemsituationen vorgesetzt zu bekommen, um alte Denkmuster abzulegen bzw. aufzulösen. Die Krise eröffnet die Chance, vertieft nach innen zu blicken, nach möglichen Ursachen für die Situation zu forschen und auch einen Sinn in der Krise auszulosten. 

Im Rahmen der dann folgenden Phasen schließlich schafft man es, sich von alten Mustern zu befreien, Trennendes zu überwinden, Mitgefühl mit allen Lebewesen zu entwickeln und kreativer zu werden. Es geht darum, von der Begrenzung in ein erfülltes Leben zu gelangen. Das bedingt, dass man sich mit den inneren Anteilen befassen muss. Diese sind aufgeteilt in unerwünschte, in erwünschte und in Beschützeranteile. 

In diesem Zusammenhang lernt man eine Reihe von Kontroll- und Beschützeranteilen kennen. Genannt und erläutert werden: das Kontroll-Ich, der Perfektionist, der innere Antreiber, der innere Kritiker, der innere Täter, das innere Opfer, die Nothelfer.

Gezeigt wird wie sich Gedanken, Emotionen, Körper, Kopf- Herz- und Bauchhirn gegenseitig beeinflussen und wie wichtig es ist, sich mit allen verbunden zu fühlen, weil hierdurch das innere Selbst gestärkt wird und dabei hilft alte Muster zu transformieren, damit die Kontroll- und Beschützeranteile nicht mehr unser Leben dominieren.

Es führt zu weit, auf alle sehr komplexen Inhalte dieses Buches im Rahmen der Rezension näher einzugehen. Dies gilt für die Thematik der Spiegelneuronen ebenso wie für die des Quanten-Geistes, gemeint ist das allumfassende Bewusstsein, dass all unsere Erfahrung speichert. "Bewusstsein ist die Quelle und der Schöpfer von allem", so Noreisch. 

Unser Schöpfer-Selbst ist der größtmögliche, individualisierte Ausdruck des umfassenden Bewusstseins und mit allem verbunden. Hier werden Informationen in Nullzeit ausgetauscht. Dies geschieht lt. Autor unabhängig von Zeit und Raum. 

Zur Sprache gebracht wird die persönliche Transformation und welche Auswirkungen sie auf unser Wohlbefinden hat. Dabei sollte man wissen, dass diese Transformation vom begrenzten Ich zum Schöpfer-Selbst auch die Manifestation und Verwirklichung von Wünschen bewirkt, die ein erfüllteres Leben durch den Zugang zu einem erweiterten Potenzial rascher und effektiver möglich machen. 

Im dritten Teil erhält man die praktische Anleitung der Schritte zur erfolgreichen Durchführung des Transformationsprozesses und hier auch Tipps und Anregungen für die Anwendung des Prozesses in den unterschiedlichsten Bereichen des Lebens. Diese gilt es immer wieder sorgfältig durchzuführen, um den Prozess erfolgreich zu gestalten und um nachhaltig  befreit zu sein von Mustern, die uns hindern, unser Potenzial zu leben. 

11 Tipps werden genannt, damit der Prozess gelingt, diese sollte man beherzigen, speziell auch den 9. Tipp, sprich, sich Zeit zu nehmen, die Veränderung zu integrieren. Über die praktische Umsetzung im Alltag wird man auch informiert, kann sich mit Erfahrungsberichten aus der Praxis vertraut machen und sich darüber im klaren werden, welche Möglichkeiten die Transformation alter Muster uns schenkt. Diese Chancen sind so verlockend, dass man sich neugierig mit der Durchführung des Transformationsprozesses befasst.

Ergänzend möchte ich noch erwähnen, dass  mich  Reiner Noreischs  Ansatz deshalb besonders anspricht, weil er  die Probleme  bei der Wurzel anpackt und man dadurch  es tatsächlich schafft, seinen eigenen Gaben gemäß zu leben. Das Buch räumt mit Fremdbestimmung auf. Das macht  die "Schöpfer-Transformation"  so wertvoll.

Sehr empfehlenswert. 

Helga König
Überall im Fachhandel erhältlich
Bestellbar  bei  weltinnenraum.de  und bei Amazon

Rezension: Kopf aus, Bauch an? – #Anne_Heintze- Die Balance zwischen Verstand und #Intuition- GU

Gleich zu Beginn dieses Buches kann man einen Test machen und dabei in Erfahrung bringen, wie ausgeprägt unser Bauchgefühl ist. 

Autorin des Werkes ist Anna Heintze. Sie hat die "Open Mind Akademie" gegründet und begreift Hochsensitivität und Hochsensibilität als Ausdrucksformen von Hochbegabung. 

Das Buch ist in vier Abschnitte untergliedert und enthält viele Übungen, die sich gut nachvollziehen lassen. Dabei sollte man zunächst wissen, was man allgemein unter Intuition versteht: "Eine weitgehend unbewusste Form der Informations- und Entscheidungsfindung, die nicht vollständig geklärt werden kann." 

Man  erfährt zunächst, dass man seine Intuition einschätzen und schulen und die Sinneswahrnehmungen steigern kann. Mittels der Kraft der Intuition lassen sich gute Entscheidungen treffen. Die Botschaften der Intuition sind sinnstiftend einzusetzen bei unserer Gesundheit, dem Beruf und der Familie. Des Weiteren werden stets feinere Zugänge zu unserem inneren Wissen freigelegt. Man lernt sein kreatives Potential zu entfalten und die Intuition zum Motor unseres Erfolgs zu nutzen. 

Erläutert wird, wann intuitives Handeln gefragt ist und wann man auf den unbewussten Erfahrungsschatz zugreifen sollte. Gezeigt wird, was alles durch unsere Intuition trainiert werden kann. Dank "zufälliger" Eingebungen öffnen sich nicht selten Türen, die es uns ermöglichen, die richtigen Schritte zu gehen. Begreifen sollte man, dass Intuition kein Affekt ist und es viel Sinn macht, seine Sinne zu schärfen und auf seine innere Stimme zu hören, die viel Erfahrung und Erkenntnis gespeichert hat und uns selten betrügt. 

Empfehlenswert 

Helga König

Im Fachbuchhandel erhältlich
Onlinebestellung: GU und Amazon

Rezension: #Trauma- Verstehen und Heilen- #Jo_Eckardt- #Ecowin

Die Autorin dieses Buches ist die Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin Jo Eckardt. Sie möchte in ihrem Werk über das Wesen und die möglichen Folgen  eines Traumas aufklären. Dabei soll in der Retrospektive die Entwicklung der Traumapsychologie zeigen, wie es zu den gängigen Diagnosemodellen gekommen ist. 

Moderne Wissenschaftszweige haben beweisen können, dass ein Trauma sowohl eine Funktion des Gehirns als auch den Hormonhaushalt bleibend verändern kann. Auf diese Weise können Wahrnehmungsstörungen, Ängste, vermeintliche Persönlichkeitsveränderungen, aber auch Eigenheiten erklärt werden. 

Das Buch ist in zwei große Abschnitte untergliedert: 

Erste Teil: Trauma verstehen 
Zweiter Teil: Trauma heilen 

Es gibt Erlebnisse, die sich tief ins Unterbewusstsein eingraben und die man nicht  einfach verarbeiten kann. Die Autorin  schreibt  über solche Erlebnisse und stellt  zunächst Trauma-Typen vor. In diesem Zusammenhang schreibt sie auch über eine traumatische Kindheit. Hier geht es speziell um ein Beziehungs- oder auch Verlassenheitstrauma.  

Bei einem Trauma wird darauf geachtet, wie lange es andauert und wodurch es entstanden ist. Naturkatastrophen scheinen anders zu wirken als von Menschen verursachte Katastrophen. Generell gilt, dass ein Trauma Spuren im Gehirn, im Nervensystem und in unserem Hormonsystem hinterlässt. Es beeinflusst das Selbstverständnis, die Erinnerung und das Gefühlsleben. Die gesamte Person wird demnach vom Trauma erfasst. 

Hinzu kommt, dass über sogenannte Trigger etwas im Körper in Erfahrung gebracht wird, das der Erinnerung aus der Vergangenheit gleichkommt. Die Körpererinnerung wird zu einer Art Flashback. Man erlebt das Trauma erneut und zwar so als  würde es in diesem Moment geschehen. Gezeigt wird in der Folge, wie man sich einem Trauma nähert. 

Hier spielen Atmenübungen, Achtsamkeitsübungen, Meditation aber auch Visualisierungsübungen eine nicht unbedeutende Rolle. Zur Sprache gebracht wird, wie man sich mit einem Trauma auseinandersetzt und es wird auch verdeutlicht, in welchen Bereichen sich ein Trauma auf die Beziehung zu anderen Menschen auswirken kann. So können sich Gefühle der Wut, die mit dem Trauma zu tun haben, auf die Personen des Alltags richten. 

Es können Schwierigkeiten dabei entstehen, Gefühle wie Abhängigkeit oder Kontrollverlust zu ertragen, auch dabei um Hilfe zu bitten. Nein zu sagen, Schwierigkeiten bei Nähe, die Bedürfnisse anderer gelten zu lassen, auch Überängstlichkeit und Depression sind nicht unüblich. 

Man wird über die Langzeitfolgen des Traumas informiert, erfährt Wissenswertes im Hinblick auf Persönlichkeitsstörungen und liest, dass beispielsweise Borderline-Persönlichkeitsstörungen fast immer die Folge schwerer traumatischer Kindheitserlebnisse sind. Um die Symptome von Persönlichkeitsstörungen in den Griff zu bekommen, ist es von daher wichtig, das Trauma zu bearbeiten. 

Die Autorin beschreibt eine Reihe von Störungen. Dazu gehören u.a. auch Ess- und Aufmerksamkeitsstörungen mit oder ohne Hyperaktivität. Thematisiert werden die Umstände wie der Einzelne ein Trauma erlebt. Hier liest man dann über die Art und das Ausmaß der Folgen. 

Die Dauer des Traumas spielt eine Rolle, auch die erlebte Hilflosigkeit. Weshalb die Verhinderung von Kindesmisshandlung dringend geboten ist, wird im Buch ebenso deutlich wie die Langzeitfolgen von sexuellem Missbrauch, zu denen nicht zuletzt auch Probleme in der Ausbildung gehören, vor allem aber auch dissoziative Störungen. 

Therapeutische Ansätze zum Heilen von Traumata werden vorgestellt. In diesem Zusammenhang liest man über mögliche Phasen nach einem Trauma, die Menschen, die schwere Traumata erlebt haben, so bestätigen können. 

Die Nachwirkungen eines Traumas werden thematisiert und es werden viele Möglichkeiten für Betroffene aufgezeigt. Sich mit all dem zu beschäftigen, eröffnet die Möglichkeit, sich eines Traumas zu entledigen. Einfach allerdings ist das nicht. 

Empfehlenswert 

Helga König

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Rezension: Sei nicht so hart zu Dir selbst- Selbstmitgefühl in guten und in miesen Zeiten- #Andreas_Knuf

Andreas Knuf, der Autor dieses Buches.   ist Diplompsychologe und Psychotherapeut. In seinem Werk befasst er sich mit dem Terror der #Selbstkritik, aufgrund derer wir, wenn wir uns dieser dauerhaft aussetzen verheerende Folgen erleben müssen. Knuf nennt: Anspannung, ein Erleben von Anstrengung und Erschöpfung, Gereiztheit und eine diffuse Unzufriedenheit. 

Selbstmitgefühl ist ein Schlüsselelement, um Veränderungsprozesse in Gang zu bringen und allein schon deshalb, lohnt es sich, sich mit dem Buch zu befassen. 

Untergliedert ist das Werk in zwei große Abschnitte: 
Teil 1 : Was ist Selbstmitgefühl? 
Teil 2 : Selbstmitgefühl ins eigene Leben bringen 

Selbstmitgefühl zu entwickeln, ist nicht einfach, wenn man von Kindheit an erklärt bekommen hat, man müsse hart gegen sich selbst sein. Mitgefühl, so Knuf, bedeute, den Schmerz anderer wahrzunehmen, verbunden mit dem Wunsch, der andere möge frei von Leiden sein. 

Selbstmitgefühl befasst sich mit den persönlichen schmerzlichen Erfahrungen, die Leiden auslösen. Wer vor unangenehmen Gefühlen davon läuft, bei dem besteht die Gefahr, dass dies langfristig zu Krankheiten führt. Als nicht sinnstiftende Strategien, um  besagten negativen Gefühlen zu entkommen, werden Alkohol, Drogen und ständiges Arbeiten genutzt. 

Klar werden sollte, dass es keinen Sinn ergibt, vor unserem eigenen Schmerz davonzulaufen, denn auf diese Weise schaffe man nur eigenes Leid. Der Schmerz des Lebens verliere dann seinen Schrecken, wenn man sich ihm gewachsen fühle. Selbstmitgefühl bedeute nicht unfair zu sich zu sein,  sondern freundlich, verständnisvoll  und einfühlsam mit sich umzugehen. 

Um Selbstmitgefühl zu erfahren, ist es hilfreich, sich das Mitgefühl anderer Menschen bewusst zu machen. 

Der Autor erwähnt die amerikanische Psychologin Kristin Neff, die Selbstmitleid mit drei Elementen in Verbindung bringt: 
Achtsamkeit 
Gemeinsame menschliche Erfahrung 
Selbstfreundlichkeit. 

Diese drei Bestandteile des Selbstmitgefühls verdeutlichen die innere Haltung den eigenen Empfindungen gegenüber. Darüber wird man näher aufgeklärt und begreift so allmählich, dass man durchaus Selbstmitgefühl entwickeln kann. Dies wird im zweiten Teil des Buches dann näher erörtert. Hier wird u.a. gezeigt, wie man schmerzliche Erfahrungen wahrnimmt und trägt, wie man Gefühle durchfühlt, wie man sich verbunden fühlen kann und sich nicht zu isolieren braucht.

Ein anregendes Buch, das jeder lesen sollte, um Zugang zu sich und anderen zu erhalten. 

Wer seine Schwächen anschauen kann, muss sie an anderen nicht mehr bekämpfen.

Das Buch ist im  Fachbuchhandel erhältlich.
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Rezension: #Hochsensibel- #Eliane_Reichardt- #Irisana

Eliane Reichardt, die Autorin dieses Buches hat Architektur, BWL und Psychologie studiert. Sie arbeitet als freie Dozentin, Beraterin und Coach für Hochsensible und Hochbegabte. 

Gleich zu Beginn hat man Gelegenheit, einen umfangreichen Test zu machen und in Erfahrung zu bringen, ob man hochsensibel im Sinne der vorliegenden Publikation ist. 

Bei diesem Test geht es um Faktoren wie etwa das Fremdbild, Sensorisches, Körperliches, Innenleben etc. Anschließend wird man dann mit der Forschungsgeschichte zum Thema des Buches vertraut gemacht und es wird sehr gut erklärt, was Hochsensibilität im Kern bedeutet. Dabei muss man wissen, dass ein hochsensibler Mensch immer hochsensibel ist, selbst dann, wenn er ganz banale Dinge tut. 

Die Autorin reflektiert einzelne Kriterien von Hochsensibilität und nennt ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, Loyalität aber auch Wahrheitsliebe, des Weiteren ausgiebiges Reflektieren und augenscheinliche Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung. Schadenfreude ist diesen Menschen gänzlich fremd. Zumeist sind Hochsensible kreativ und verfügen über künstlerische Fähigkeiten, sind emotional sehr verwundbar, neigen zu Selbstzweifeln, haben ein gutes Gedächtnis, eine komplexe Denkweise und ein reiches Innenleben.

Fast alle Hochsensiblen träumen farbig und sind "Bilderdenker". Festgestellt worden ist zudem eine hohe Empfindlichkeit gegenüber Lärm, Geruch, Geschmack, Licht und Farben aber auch im Hinblick auf Berührungen. Menschenansammlungen  und "Small Talk" werden vermieden. 

Viele HS- Experten sind zu dem Ergebnis gelangt, dass hochsensible Menschen eine überdurchschnittliche Intelligenz aufweisen. 

Wie sich Sensibilität in zurückliegenden Jahrzehnten gezeigt hat, wird  ausgiebig beleuchtet aber auch wie sie sich heute offenbart. Man erfährt mehr über sogenannte "Bilderdenker" und kann sich mit deren Persönlichkeitsmerkmalen vertraut machen. 

Die Autorin unterstreicht, dass es Überschneidungen zwischen Hochsensibilität und Hochbegabung gibt. Unabhängig davon, dass man unter Hochbegabung einen IQ von über 130 versteht, gibt es diverse Persönlichkeitsmerkmale, die sich in vieler Hinsicht mit jenen hoher Sensibilität decken. 

Man erfährt im Buch nicht zuletzt Wissenswertes über Synästhesie. Es geht dabei darum, dass Menschen die Fähigkeit haben, verschiedene Sinne miteinander zu verknüpfen. Interessanterweise sind auch hier die Persönlichkeitsmerkmale ähnlich wie bei Hochsensiblen und Hochbegabten. 

Dass es für Hochsensible nicht immer leicht ist, den Alltag zu meistern, wird im zweiten Teil des Buches erläutert. Eines der Kernthemen hochsensibler Menschen sind Emotionen. Darüber und über so vieles andere mehr liest man Erhellendes und bekommt die Möglichkeit zu erlernen, mit sich oder/und anderen weit besser umzugehen, weil man  das Anderssein  begreift. 

Empfehlenswert 

Helga König.

Im Fachhandel erhältlich
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Rezension: Cyberpsychologie- Leben im Netz: Wie das Internet uns verändert- Catarina Katzer – dtv

Dr. Catarina Katzer, die Autorin dieses bemerkenswerten Buches, ist Volkswirtschaftlerin und Sozialpsychologin. Auf dem Gebiet der Cyberpsychologie und Medienethik zählt sie zu den führenden Forschern und ist zudem als Expertin für Kommissionen des Europarates, des Deutschen Bundestages als auch für Regierungsinstitutionen im In- und Ausland tätig. 

Wie die Autorin schon in der Einleitung festhält, ist das Internet zu einem neuen Koordinatensystem für unser Handeln geworden. Weil es sich wie selbstverständlich neben unser reales Leben schiebt, sind, so Katzer, Wahrnehmungsdiffusionen nicht ausgeschlossen. Insbesondere der Aspekt der Anonymität und der psychischen Abwesenheit wirke sich auf unsere Wahrnehmung und unser Verhalten entscheidend aus. Es entstehe ein neues Verhältnis zum eigenen Handeln. 

Damit wir nicht in Netzfallen geraten, sei es notwendig, sich bewusst zu machen, wie der pausenlose Perspektivwechsel zwischen realem Alltag und virtuellem Lebensraum sich auf Identität, Emotionen und Verhalten auswirke. Eine ganze Reihe von Faktoren werden genannt, die zu digitalen Wahrnehmungsfehlern führen. Das gilt vor allem für Raumwahrnehmung und Zeitempfinden. Katzer verdeutlicht, wie unser Gehirn online auf eine falsche Fährte gelenkt wird, die uns schaden und krank machen kann. Zugleich aber zeigt sie Wege auf, die uns zu kompetenten "Cybernauten" werden lassen. 

Das Buch ist in nachstehende Kapitel untergliedert: 
Das Internet als neues Koordinatensystem für unser Handeln 
Netzeffekte- Was online mit unseren Gefühlen, unserem Denken und unserem Verhalten passiert 
Das Internet als virtuelle Bühne 
Wege aus der Netzfalle-Wie wir zu kompetenten Cybernauten werden. 

Katzer informiert zunächst im Hinblick auf Multitasking und erläutert wie es zu digitalen Wahrnehmungsfehlern kommt und wie sie sich vermeiden lassen. Hier geht es nicht zuletzt darum, ein Bewusstsein für die Verzerrungen zu entwickeln, die entstehen, wenn wir verschiedene Dinge gleichzeitig tun, z.B. unterschiedliche Websiten betrachten und dabei andere Handlungen ausführen etc.  

Zur Sprache gebracht wird auch, weshalb die Intimsphäre und die Öffentlichkeit digital schwer zu trennen sind. Aufgrund der Internettechnologie haben wir es mit einer Vervielfältigung unserer Aktionsräume zu tun, zugleich aber mit einer schleichenden Auflösung der eigentlichen Trennung der Handlungsumfelder. Das geschieht, indem unser realer sozialer Handlungsraum mit den Orten, die wir online betreten verschmilzt. Das Raumempfinden wird auch davon beeinflusst, womit wir uns online befassen und in welchem interaktiven virtuellen Umfeld wir uns aufhalten. 

Die Vervielfältigung, Verschiedenartigkeit aber auch der Interaktivitätsgrad beeinflussen die Beurteilung der Räume entscheidend. Ist man nicht physisch anwesend, beurteilt man einen Raum anders. Hemmungen und Schamgefühl schwinden. Die Öffentlichkeit wird in den sozialen Netzwerken oft nur bedingt realisiert, wenn man dort mit einzelnen Personen kommuniziert. Ausführlich schreibt die Autorin zum Thema Privatheit und hier zur besonderen Beschaffenheit der Online-Kommunikation, die eine Illusion von Privatheit entstehen lässt. 

Das Internet setzt offenbar unsere traditionelle Zeitwahrnehmung außer Kraft. Wer glaubt, aufgrund der technischen Gegebenheiten immer erreichbar sein zu müssen, dessen Zeit schrumpft gewissermaßen. Es ist wichtig, sich hier Grenzen aufzuerlegen, um sich vor Überforderung oder gar Sucht zu schützen. 

Über das Abspalten von Geist und Körper aufgrund der unterschiedlichen Aktionsräume liest man Wissenswertes und in der Folge dann, was online mit unseren Gefühlen, unserem Denken und Verhalten geschieht. Sehr wichtig hier sind die Informationen zu den dunklen Seiten des digitalen Sozialverhaltens. 

Zu den Netz-Paradoxen gehört, dass Opfer in Täterrollen gedrängt werden. Man liest Aufschlussreiches über das Phänomen "Shit-Storm" und auch, dass immer mehr Menschen anonyme Meinungsäußerungen nicht mehr dulden wollen. So nimmt beispielsweise die Diskussionssendung "Hart aber fair" keine anonymen Beiträge mehr auf. 

Phänomene wie Cybermobbing und Cyberstalking werden thematisiert. Dort spielt häufig eine persönliche Bindung zumindest aus der Sicht des Täters eine essentielle Rolle. Opfer von Cyberstalking sind zumeist Frauen. 

Aufgeklärt wird man über virtuellen Voyeurismus und hier unterstreicht die Autorin, dass unser Online-Gewissen gestärkt werden müsse. Des Weiteren erfährt man wie unser Gehirn offline und online funktioniert und welchen Einfluss unser Online-Leben auf unser Gedächtnis und unsere Erinnerungen hat. 

Es sind aber zudem noch eine Fülle anderer Punkte, die die Autorin in diesem Buch zur Sprache bringt, so etwa die Inflation visueller Nachrichten und hier auch die Frage, was virtuelle Gewalt mit uns Nutzern des Internets macht. Was geschieht mit den Betrachtern brutaler Kriegsszenen? Wie schauen die tatsächlichen Auswirkungen auf uns aus? Darüber schreibt Katzer ausführlich. 

Über Cyberspace als idealer Ort der Selbstdarstellung, Selbstinszenierung und des Selbstmarketing bleibt man ebenfalls nicht unaufgeklärt und kann sich nicht zuletzt auch mit virtuellen Gruppenphänomenen befassen, um schließlich in Erfahrung zu bringen, wie man zum kompetenten Cybernauten wird. 

Mit der Autorin teile ich die Ansicht, dass wir eine neue Medienethik benötigen. Diese muss man, wie Katzer festhält, als Steuerungselement begreifen, die nicht nur bei Usern ansetzt, sondern darüber hinaus bei Medienunternehmen und Providern, um so eine kritische Medienöffentlichkeit herzustellen. Das wird nicht einfach sein, weil, wie die Autorin nicht grundlos erwähnt, ein enormer Wertepluralismus durch den freien Zugang zum Internet herrscht. 

Letztlich liegt es an uns allen, wie die Internetwelt in Zukunft ausschauen soll. Es ist eine Frage der Eigenverantwortlichkeit. Um diesbezüglich sich bewusster zu werden, worauf zu achten ist, wenn man sich im Internet aufhält, ist es sehr empfehlenswert "Cyberpsychologie" zu lesen. Ein wirklich gutes, informatives Buch.

Helga König

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